Training mit Opfer (Die Auseinandersetzung mit der Angst)

Aggression und Gewalt sind Bestandteile des Lebens. Kinder erleben Situationen, in denen Sie sich bedroht und hilflos fühlen, z.B. auf dem Schulweg, in den Pausen, oder allgemein. Sie haben Angst und finden keine Mittel dagegen. Die Jugendlichen, die sich immer in der Opferrolle wieder finden, lernen im Rahmen eines „Ich-Stärkungstraining" sich durchzusetzen, eigene Stärken zu erkennen und so aus ihrer Opferrolle heraus zu kommen.

 

 

Kampfsport(Tai-Kien-Boxen) schafft Selbstvertrauen:

Selbstvertrauen ist wichtig für die Integration jugendlicher Opfer. Das Training strengt an und fordert die Jugendliche an ihre psychischen und physischen Grenzen zu gehen. Durch das Training der vielseitigen Techniken des Tai-Kien-Boxens haben die Jugendlichen viel Körperkontakt. Das bietet viel Raum für soziales Lernen und das Einüben von Rollenhandeln als soziale Interaktion. Wechselnde Partner erfordern Elastizität und die Fähigkeit zu Rollendistanz. Das Training verläuft nach festen Regeln und Strukturen, die den Jugendlichen Sicherheit geben, ihnen andererseits aber auch Disziplin abverlangen. Es wird darauf geachtet, dass Aufgaben beendet werden und so, individuelle Trainingsziele erreicht werden können, d.h. jeder hat Erfolgserlebnisse. Ein Cut mit der bekannten "Loserrolle". Die Jugendlichen bekommen gezeigt, es lohnt sich durch zuhalten, weiterzumachen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben: „Ich kann schaffen, was ich will!"

 

 

Integrierte Gespräche/Gesprächsrunden und daraus resultierende Methoden

Teilnehmer berichten in der Gruppe über Persönliche Erfahrungen zum Thema Gewalt in allen Bereichen ihres Lebens, z.B. in der Schule oder auf der Straße, etc.

Hier wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass alle das gleiche Problem haben, und der Einzelne sieht, dass er nicht allein ist mit seinen Ängsten und Sorgen. Die Jugendlichen lernen die unterschiedlichen natürlichen Reaktionen auf Angst kennen (Angriff, Flucht, Verstecken, Hilfe suchen, Unterwerfen, Tot stellen) und die entsprechende Körpersignale zu lesen. Sie lernen, dass

Mut nur eine andere Entscheidung des eigenen Handelns ist und ohne Angst nicht existiert. Eigene Gewalterfahrungen der Jugendlichen werden aufgegriffen und mit Elementen aus der Theaterpädagogik in Rollenspielen neu inszeniert. Dadurch erhalten die Jugendlichen auf sinnlich erlebbare Weise ein Gefühl für Handlungsalternativen.

Zur Stärkung des Vertrauens in der Gruppe dienen bei bedarf Akrobatikübungen.

Manchen Jugendlichen fällt es besonders schwer sich in einer Gruppe zu öffnen. Ihnen fällt es oft leichter ihre Probleme „so nebenbei" einer einzelnen Person anzuvertrauen. Hier bietet sich die Gelegenheit bei einem Ausdauertraining im Wald, bei einem leichten Joggen, bei dem man seinem Gesprächspartner zunächst auch nicht direkt in die Augen schauen muss. Diese Themen können dann später in der Gruppe wieder aufgegriffen werden.


Zielsetzung
• keine neuen Opfer
• lernen, Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen
• reden lernen statt zu schlagen
• erkennen der Aggressionsauslöser
• aufgeben der Rechtfertigungsstrategien
• Entwicklung von Opferempathie
• aushalten von Provokationen und Erweiterung der Frustrationstoleranz
• soziale Kompetenzen und echte Konfliktfähigkeit sollen gestärkt werden.


Grundhaltung
Konfrontatives Handeln im AGT orientiert sich an einem optimistischen Menschenbild. Den Betroffenen akzeptieren, aber nicht seine Taten.
Erst auf dieser Grundhaltung gilt es das wiederholt abweichende Verhalten ins Kreuzfeuer der Kritik zu nehmen. "Nähe suchen, bis es schmerzt"

 

Gewaltverhalten ist ein erlerntes Verhalten und somit gibt es die Möglichkeit, Gewalt auch wieder zu verlernen.


Methoden
• Interaktionsspiele, Rollenspiele, Übungen zur Körpersprache
• Gruppengespräche, Übungen gegen Anmache, Konfrontationsübungen
• Kreative und aktivierende Methoden aus Psychodrama und Theaterpädagogik
• Coolness-Training© - Konfrontationen auf dem "Heißen Stuhl"
 
Ablauf des AGT
• Kennenlernen der Gruppe und Regeln festsetzen
• Vertrauensübungen und Kooperationstraining
• Auslöser der Gewalt bei sich und bei anderen erkennen, Stärken und Schwächen der Teilnehmer erfahren
• Vor- und Nachteile von Gewalt erörtern
• Rechtfertigungsstrategien bei sich erkennen und zugeben
• Opferperspektive einnehmen und verstehen
• "Heißer Stuhl" (Technik zur Entwicklung von Opferempathie)
• Provokationstest ohne Aggressionen meistern
• Persönlichkeitsstärkung, Kompetenzerweiterung
• "Cool bleiben ohne Gewalt"
 
Teilnehmer und Rahmenbedingungen
• Teilnehmerzahl 5 - 7
• Trainingsumfang ca. 16-20 Stunden, 2 Stunden 14-tägig
• 1 ausgebildeter Trainer und ein Co-Trainer


Seminarinhalte und Trainingszeiten können auf die jeweiligen Problemlagen von Zielgruppen individuell abgestimmt werden.

 

Pädagogisches Trainings Zentrum
Siegfried Schölzel
Adalbertsteinweg 257
52066 Aachen
Tel.:    0241/1605001
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