Kindertraining

Kinder : Spielerisches Lernen
Empfohlen von Kinder.AC
In der heutigen Zeit sind Qualitäten wie Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Handlungsfähigkeit gefragt. Doch wo lernen unsere Kinder diese Fähigkeiten?

Die Kindheit hat sich verändert. Freie Spielräume, in denen sich Kinder gemeinsam in Gruppen kreativ beschäftigen, sich auseinandersetzen müssen und eigene Fähigkeiten erkennen und in die Gruppe einbringen können, sind immer weniger vorhanden.

Dieses bedeutet für eher gehemmte Kinder, dass sie wenig Gelegenheit haben, mit anderen in Kontakt zu treten und sich in dieser Fähigkeit wie auch der Selbstbehauptung zu üben. Im Tai-Kien-Training treten die Kinder mit anderen in körperlichen Kontakt. Sie müssen sich auf sie einlassen und sich angemessen behaupten. Berührungsängste werden durch ein gezieltes Training überwunden. Ein striktes Regelgerüst vermittelt dabei Sicherheit. Immer häufiger sind in der heutigen Zeit bei Kindern aber auch Aufmerksamkeitsstörungen zu bemerken. Bewegungsmangel und Überfrachtung an Reizen (u.a. nicht kontrollierter und reflektierter Medienkonsum) tragen dazu bei, dass Probleme dabei auftreten, sich konzentriert mit einer Sache zu beschäftigen.

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Im Kampfsport, zu dem Tai-Kien zählt, wird großer Wert auf Kondition gelegt, was Stressabbau und Ausgeglichenheit begünstigt. Vor allem bedingt Tai-Kien das Achten auf genaue Bewegungsabläufe bei sich und dem Gegenüber. Konzentration ist Grundlage und hauptsächlicher Trainingsgegenstand dieser Sportart.

Durch regelmäßige Funktionsgymnastik wird die Koordination und Motorik gefördert. Die Kinder lernen, ihr Körpergefühl zu entwickeln und steigern, was sich positiv auf Haltung und gezielte Bewegungsabläufe auswirkt. Um soziale Kontakte angemessen pflegen zu können, ist das Bewußtwerden der eigenen Fähigkeiten und Grenzen unabdingbar. Berührungsängste können Kontakte erschweren wie auch das Überschätzen der eigenen Fähigkeiten. Im kontinuierlichen Training erfahren die Kinder ihre Stärken und Schwächen - sowohl im körperlichen als auch im sozialen Bereich. Fairness ist eine wichtige Eigenschaft, die zu beherrschen geübt werden muss. D.h. fair zu sich selbst zu sein, sich angemessen behaupten ; d.h. auch fair zu anderen zu sein: Eigene Kräfte und Fertigkeiten dosieren und situationsangemessen agieren.

Im mitmenschlichen Umgang ist das Einhalten bestimmter Regeln unabdingbar. Kinder sind auf dem Weg, diese mit eigenen Erfahrungen zu entdecken. Es ist wichtig, sie hierbei anzuleiten.

Im Tai-Kien-Sport übernehmen Kinder Verantwortung für sich und den Partner. Es gilt, eigene Verletzungen durch geschickte Bewegungen und Handlungen zu verhindern, wie auch den anderen durch gezielte und bewusste Aktionen im Kampf zu schützen.

Insbesondere letzteres fällt vielen Kindern schwer. Sie lernen und erfahren ein gezieltes Training in Selbstbeherrschung. Im Training wird besonderer Wert auf vorausschauendes Verhalten gelegt. In allen Situationen einen klaren Kopf zu behalten nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dabei ist Voraussetzung, sich selbst und andere bezüglich Kraft und psychischer Verfassung einschätzen und regulieren zu lernen. Der Trainer hilft, eigene Toleranzgrenzen zu erkennen und realistisch einzuschätzen. Im Blickpunkt stehen mögliche Folgen, die es abzuwägen gilt. Kreatives Denken wird durch das Finden verschiedener Lösungswege gefördert.

Es geht um eine generelle Stärkung des Selbstbewusstseins durch einen bewussten Umgang mit sich selbst und anderen und die Gewissheit, auf dem Weg zu sein, sich angemessen behaupten zu können.

Thomas Binder, Initiator dieses Aufsatzes, konnte als Vater beobachten, wie sich das gesamte Verhalten seines Sohnes veränderte. Wenige Monate nach Beginn des Tai-Kien-Trainings legte der Junge seine Schüchternheit ab, was sich im Gang, der Haltung und vor allem dem Mut zu sozialen Kontakten zeigte. Herr Binder möchte anderen Eltern Mut machen, sich für den Weg zu entscheiden, den er für sich und seinen Sohn gewählt hat.

Die Trainigsziele im Einzelnen:
Kindertraining Tai-Kien
Kindertraining Tai-Kien
1. Vielseitige und athletische Körperbildung
Immer mehr Kinder und Jugendliche müssen heutzutage aufgrund von Haltungsschäden und damit verbundenen Schmerzen medizinisch bzw. physiotherapeutisch behandelt werden. Eine wesentliche Ursache hierfür ist Bewegungsmangel und einseitige Belastung. Insbesondere das Sitzen, z. B. in der Schule, im Bus, im Auto, beim Spielen mit Spielkonsolen und Computer, eine am häufigsten eingenommene Körperhaltung. Bei fehlenden sportlichen Ausgleich kommt es häufig zu Haltungsschäden schon in frühester Jugend.

Dem beugt unser Trainingsprogramm, welches speziell für Kinder entwickelt wurde, vor. in einem spielerischen Programm ist die Grundlage für eine physiologisch gesunde Körperhaltung.

2. Sicherheit und Selbstvertrauen
Gewalt in der Öffentlichkeit nimmt immer mehr zu, an vielen Schulen herrscht das Faustrecht schon bei den Kleinsten. Eltern und Lehrer sind nicht immer in der Nähe, um Kinder zu schützen. Und unsere Kinder wissen nicht mehr Ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten einzuschätzen.

Körperliche Fitness und erlernte Angriffs- und Verteidigungstechniken führen zu Sicherheit und Selbsvertrauen. Es werden nicht nur reine Techniken geschult, sondern auch die Selbstverteidigung in allen ihren Facetten, die geprägt sind von der Unvorhersehbarkeit und Unplanbarkeit.

3. Selbstdisziplin und Einhaltung von Regeln/ Gruppenerlebnis
In der multimedialen Welt, die geprägt ist von Internet, Chatrooms, Computer, Playstations usw., verlernen die Jungen und Mädchen ganz schnell die Regeln der Gruppendynamik. SMS ersetzen persönliche Gespräche.

In unserem Kampfsportverein lernen die Kinder Ihre Grenzen und auch Ihre Möglichkeiten kennen. Mut, Entschlossenheit, aber auch Verständnis und Gefühl für den Mitmenschen werden in der Trainingsgruppe erlernt, unabhängig von Aussehen, Geschlecht, Religion oder sozialen Status. Gerade Kampfsport bietet Kindern die einmalige Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen im spielerischen Kampf zu messen und Ihre angestauten Aggressionen abzubauen. Und dies unter Respektierung des Anderen in allen Situationen.

Fairness ist eines der wichtigsten Lernziele beim Tai-Kien-Boxen. In Partnerübungen werden Techniken trainiert, durch wechselnde Partner lernt das Kind, sich auf verschiedene Menschentypen einzustellen und es wird eine Cliquenbildung verhindert. In der ganzen Gruppe werden die erlernten Übungen erprobt. Übungskämpfe, bei denen sich die Kinder gegenseitig unterstützen und helfen müssen, sowie Besprechungen miteinander und sog. "Lern- und Erlebniswochenenden" vervollständigen das Trainingsprogramm.

4. Sammeln von Erfahrungen
Die Kinder machen die Erfahrung, dass - anders als im Fernsehen, Kino oder in Computerspielen - ein bestimmtes Verhalten auch zu Schmerzen und Leiden führen kann.

Es kann einem selbst bzw. anderen weh tun. So lernen Kinder, dass man auf andere Rücksicht nehmen muß, um selber diese zu erfahren. Dies führt zu Verständnis und Gefühl für den Mitmenschen.

5. Zusammenfassung
Das spezielle Tai-Kien-Trainingsprogramm für Kinder ist so angelegt, dass die oben genannten Ziele spielerisch erreicht werden, ohne Zwang und Druck. Auch unter Berücksichtigung von Alter und Trainingszustand.

Also : spielerisches Training, nicht Fitness um der Fitness wegen. Auch ist die Fähigkeit der Selbstverteidigung ein Nebeneffekt. Nicht das Hauptziel. Spaß und Bewegung sollen die Kinder erleben. Langsam werden Kids von den erfahrenen Trainern an Ihre Möglichkeiten herangeführt, sie werden unterstützt und ermutigt. Die Körper werden beweglicher, die Kondition wird besser, und so erleben schon die Jüngsten die Energie auszuleben und produktiv umzusetzen, die sie im Sport erlangen.